Kniegelenk­erhaltende Chirurgie

Kniegelenkerhaltende Chirurgie
Kniegelenkerhaltende Chirurgie

Kniegelenk erhalten statt ersetzen

Ist das Kniegelenk geschädigt, muss es nicht gleich ersetzt werden. Die gelenkerhaltende Chirurgie bietet heute innovative Möglichkeiten, das natürliche Kniegelenk zu bewahren. In unserer orthopädischen Praxis in Lenzburg setzen wir auf schonende Operationsverfahren, die Ihnen helfen können, eine Knieprothese zu vermeiden oder deutlich hinauszuzögern.

Insbesondere die Umstellungs-Osteotomie und die Knorpeltransplantation sind bewährte Verfahren, um schmerzfreies Bewegen und die Stabilität des Kniegelenks wiederherzustellen.

Umstellungs-Osteotomie: Präzise Korrektur der Beinachse

Eine Fehlstellung der Beinachse, wie X- oder O-Beine, kann zu einem ungleichmässigen Verschleiss des Kniegelenks führen. Die Umstellungs-Osteotomie ist ein Verfahren, bei dem die Fehlstellung des Knochens korrigiert wird, um die Last gleichmässiger auf das Knie zu verteilen. Dadurch kann der Druck auf den geschädigten Teil des Gelenks reduziert und der Verschleiss verlangsamt werden.

Dieses Verfahren eignet sich besonders für jüngere oder aktive Patienten, bei denen der Knorpelschaden auf eine bestimmte Zone im Gelenk begrenzt ist und die noch über eine gute Gelenkfunktion verfügen. Durch die gezielte Umstellung der Beinachse können Schmerzen gelindert und die Gelenkfunktion über viele Jahre hinweg verbessert werden.

Knorpelchirurgie: Regeneration des Gelenkknorpels

Wenn der Knorpel an einer bestimmten Stelle beschädigt ist, aber das restliche Gelenk noch weitgehend intakt ist, kann eine Knorpeltransplantation helfen, die ursprüngliche Knorpelstruktur wiederherzustellen. Dabei gibt es verschiedene Techniken:

Einzeitige autologe Knorpeltransplantation (minced cartilage /PRP)

Bei diesem Verfahren wird der Knorpelschaden zunächst gereinigt. Es wird danach Knorpel aus dem Läsionsrand resp. aus unbelasteten Bereichen des Kniegelenks entnommen, zerkleinert und mit Eigenblut vermischt. Die erhaltene Knorpelmasse wird in den Defekt eingebracht und durch die Aktivierung Ihrer eigenen Blutgerinnung versiegelt.

Autologe Chondrozyten-Transplantation (ACT)

Hierbei werden körpereigene Knorpelzellen entnommen, im Labor vermehrt und anschliessend in den betroffenen Bereich transplantiert.

Osteochondrale Transplantation

Bei dieser Methode werden Knorpel-Knochen-Zylinder aus unbelasteten Bereichen des Kniegelenks entnommen und in die geschädigten Bereiche transplantiert.

Microfracturing/-drilling

Durch kleinste Mikrofrakturen im Knochen wird die Knorpelregeneration angeregt.

Diese Verfahren bieten eine vielversprechende Möglichkeit, den Knorpelschaden zu reparieren und die Gelenkfunktion zu erhalten, besonders bei jüngeren Patienten oder solchen mit fokalen Knorpelschäden.

Wann sind kniegelenkerhaltende Eingriffe sinnvoll?

Eine Operation zur Kniegelenkerhaltung kommt infrage, wenn das Gelenk nur teilweise geschädigt ist. Geeignete Patienten sind oft betroffen von:

  • Fehlstellungen der Beinachse
  • Fokalen Knorpelschäden (z. B. durch Sportverletzungen)
  • Arthrose im Frühstadium

Individuelle Therapie für Ihr Kniegelenk

Jeder Patient und jedes Kniegelenk sind einzigartig. Daher führen wir vor jeder Operation eine umfassende Diagnostik durch, um die beste individuelle Therapie zu entwickeln. Gemeinsam mit Ihnen entscheiden wir, welches Verfahren für Ihre Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten am besten geeignet ist.

Durch den Einsatz modernster chirurgischer Techniken und die enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten sorgen wir dafür, dass Sie nach dem Eingriff schnell wieder zu einem schmerzfreien und aktiven Leben zurückkehren können.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer Praxis in Lenzburg – für die bestmögliche Behandlung und den langfristigen Erhalt Ihres Kniegelenks!